Cantate Domino begeisterte in Genf – begeistert von Genf

Interessant, lohnenswert, informativ, wertvoll, beeindruckend, sind alles Begriffe, die für die fünftägige Reise von Cantate Domino nach Genf als 0berbegriff passen.

VON ANDREAS ZENGERLE

SCHWÄBISCH GMÜND. Es war eine Reise mit den verschiedensten Aspekten, waren doch neben dem Gesang auch viel Informationen über UN und auch den Weltkirchenrat im Programm.

Eingeladen, dank guter Kontakte von Fred und Inge Eberle dorthin, reiste Cantate Domino in die Weltstadt Genf. Das Quartier war im ökumenischen Institut in Bossey, herrlich gelegen, inmitten von Grün, mit schönem Blick auf den Genfer See. Über das Zentrum selbst, seine Aufgaben und allgemein über den Weltkirchenrat gab nach dem Abendessen Professor Dagmar Heller, eine badische Pfarrerin, die gerade als Dozentin dort arbeitet, Auskunft.

Interessant zu hören, dass im weltweiten ökumenischen Rat 352 christliche Kirchen zusammengeschlossen sind. Bei so viel Verschiedenheit gibt es immer wieder Reibereien untereinander, aber man bemüht sich, wenigstens eins zu sein.

Am nächsten Morgen warteten zwei Stadtführer auf die Gmünder, um ihnen Genf zu zeigen. Kurzweilig, mit vielen Anekdoten, brachten sie den Sängern ihre Heimatstadt nahe. Der Nachmittag dann war ausgefüllt mit einem ganz anderen Thema, das genauso mit Genf verbunden ist. Die UN mit ihren vielschichtigen Unternehmungen und verschiedenen Bereichen, hat dort ihr' Zentrum. Nach den üblichen Kontrollen wie 'auf Flughäfen führten zwei Führerinnen die Gruppe durch das weitläufige Areal der UN. Eine kleine Stadt innerhalb der Stadt Genf.

Am Abend dann der erste musikalische Auftritt. In der Pfarrkirche zu Genf-Coppet, die durch ihre herrliche Akustik zu einem,schönen Konzert verhalf, bestach das Männerchorensemble mit der ganzen Bandbreite seines Könnens.

Am Sonntag feierten die Gmünder mit der deutschen reformierten Gemeinde und der ungarischen Kirchengemeinde in Genf und noch anderen interessierten den Gottesdienst, Dort wurde die Vielsprachigkeit, wie es in den Pfingsttexten heißt, ganz deutlich, Auch spürte man, dass die Kirchen trotz ihrer Verschiedenheiten gar nicht so weit von einander getrennt sind.

Die Hitze des Tages brachte es mit sich, dass sich jeder auf die Schifffahrt auf dem Genfer See am Nachmittag freute. Einige Eifrige brachten es sogar noch fertig, die 198 Stufen auf den Turm der Kathedrale zu steigen. Eine tolle Rundumsicht war ihr Lohn. Müde, aber voller neuer Eindrücke steuerten die Sänger wieder, ihr Standquartier an um die letzte Nacht dort zu verbringen.

Einen weiteren Höhepunkt gab es einen Tag vor der Heimreise. Ein Treffen mit dem Männerchor Kappel, mit dem man schon länger in Verbindung stand, In der voll besetzten Kirche gaben die beiden Chöre ein viel beachtetes Konzert. Neben vier gemeinsam gesungenen Liedern, darunter das von der dortigen Chorleiterin, Jasmine Asatryan, bearbeitete Vater Unser, sangen die Gmünder noch das La Nuit bei dem die Chorleiterin mit ihrer herrlichen Sopranstimme den Solopart übernahm. 

Etwas Neues für die Gmünder war das anschließende "Apero". Bei Kranzbrot und kühlen Getränken war die ganze Zuhörerschar im Kirchgarten eingeladen. Natürlich durften dabei einige Kostproben der Chöre aus ihrem weltlichen Repertoire auch nicht fehlen, diese gab es auch noch anschließend beim gemeinsamen Abendessen. Auch wurden dabei schon Termine gehandelt, wann die Schweizer Sänger Gmünd besuchen könnten.

Obligatorisch gehört zu einer Schweizfahrt auch der Besuch des Rheinfalls bei Schaffhausen zum Programm. Dieser wurde auf der Heimfahrt angesteuert.