29. Apr 2017

"Pueri Cantores": Knabenchorfestival in Würzburg (BR 29.04.2017)

https://www.youtube.com/watch?v=rlKlzfG9yB4

24. Feb 2017

Auf ein Ständchen bei der Kanzlerin

Fesch und ordentlich samt Vereinsfahne hatten sich die Schwäbisch Gmünder St. Michael-Chorknaben auf der Treppe gegenüber dem Büro von Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgestellt.
Als diese dann auf die jungen Sänger zuging, wurde sie natürlich mit einem Ständchen begrüßt. Die Kanzlerin erinnerte sich an ihren Besuch auf dem Gmünder Marktplatz im Sommer 2013. Neben dem musikalischen Gruß brachte der Chor ihr auch ein Weleda-Pflegeset zur Erholung von den derzeit sicherlich zahlreichen Aufgaben mit, über das sie sich sichtlich freute. Zum Abschluss des Festjahres zum 60-jährigen Bestehen der St. Michael-Chorknaben besuchten die jungen Sänger am vergangenen Wochenende die Bundeshauptstadt und durchlebten ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm. Dazu gehörte neben dem Besuch im Bundeskanzleramt auch das weitere politische Berlin mit einem Informationstag im Reichstag und einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium auf Einladung von Norbert Barthle MdB. In der Botschaft von Kamerun konnten die Gmünder internationale Atmosphäre genießen und informierten sich über das afrikanische Land und die Arbeit von Diplomaten. Mit diesem Vorwissen ausgestattet wurde die Gruppe auch in der Aserbaidschanischen Vertretung empfangen und von Botschafter Ramin Hasanov mit einem traditionellen Gewand, einer edlen Schatulle und einem holzgeschnitzten Frisierset reich beschenkt. Auch mit dem Unrecht der DDR beschäftigten sich die älteren Chorknaben in der Gedenkstätte des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen. Ein Zeitzeuge, der selbst für ein halbes Jahre dort gefangen gehalten und drangsaliert wurde, vermittelte wie die Staatssicherheit der DDR arbeitete und den heutigen hohen Wert von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Die Jüngeren tauchten in einem parallelen Programmpunkt in der Unterwasserwelt der SeaLife-Ausstellung in das Thema Meeresbiologie ein. Neben der Rückschau auf die Geschichte blickten die Chorknaben auch in die Zukunft und ließen sich durch den neuen Hauptstadtflughafen BER führen, wo sie einen Eindruck von den großen und kleinen Herausforderungen Deutschlands berühmtester Baustelle erhielten. Am Sonntag gestaltete der Chor unter der Leitung von Chorleiter Johannes Schmid in der Kirche St. Petrus im Bezirk Wedding musikalisch eine Heilige Messe. Nicht fehlen durfte natürlich auch ein Abstecher in die Landesvertretung, wo die Sänger Flagge zeigten und als Gruß aus der Heimat alle sieben Strophen des Württemberger-Liedes „Preisend mit viel schönen Reden“ anstimmten. Ein Besuch im Spionagemuseum und im Technik-Museum, eine Führung durch das traditions- und geschichtsträchtige Olympiastadion und schließlich durch die Berliner Bunker rundeten das Programm ab. Am Ende genossen die Chorknaben nach dem nasskalten Berliner Wetter noch zwei Tage in der tropischen Badewelt Tropical Islands inklusive Übernachtung im Strandzelt in der Halle, bevor sie schließlich noch einen weiteren Zwischenstopp in Dresden einlegten. Dort arbeitet der ehemalige Chorknabe Tobias Fischer mittlerweile an der Semper-Oper und ließ es sich nicht nehmen, seine Sängerkameraden zu begrüßen und durch das Opernhaus zu führen. Wer Interesse hat, als junger Sänger zu den Chorknaben zu stoßen, ist mit dem Beginn des zweiten Schulhalbjahres herzlich willkommen. Probenzeiten sind montags ab 17 Uhr und donnerstags ab 17.30 Uhr.

24. Sep 2016

Neuaufnahme zu den St. Michael-Chorknaben in 2016

Am Samstag 24. September 2016 war ein freudiger Tag für die ganze Chorknabenfamilie, denn elf neue Sänger konnten an diesem Tag bei den St. Michael-Chorknaben aufgenommen werden. In einem festlichen Gottesdienst in St. Franziskus erhielten die Jungen vom Präses des Chores, Münsterpfarrer Robert Kloker, ihr Chorknaben-Kreuz umgehängt. Dieses werden sie von nun an bei kirchlichen Auftritten mit dem Chor immer tragen. Mit dem Leitspruch des Chores „Singe zur Ehre Gottes, Dir und den Menschen zur Freude“ wurden sie offiziell in die Gemeinschaft aufgenommen.


Von links nach rechts:
Musikalischer Leiter Johannes Schmid, Julius Zeller, Eric Friedrichs, Vincent
Lange, Adriano Bonifacio, Robin Jennewein, Marcel Nebras George, Laurin
Weber, Benedikt Birk, Tizian von Entress-Fürsteneck, Julius Römer, Jakob Zeller, Pfr. Kloker

1. Sep 2016

Die St. Michael-Chorknaben auf Sommerfahrt im Baltikum

Wenn auf Straßenschildern Städte wie Moskau und Helsinki angeschrieben sind, sich prächtige Kirchenbauten zunehmend mit den goldenen Kuppeln orthodoxer Kathedralen abwechseln und die Ostsee plötzlich „Westsee“ heißt, dann merkt man unwillkürlich, dass man ein gutes Stück von der schwäbischen Heimat entfernt sein muss. Diese Erfahrung durften zu Beginn der Sommerferien die St. Michael-Chorknaben machen, die ihre diesjährige Sommerfahrt in die fernen baltischen Staaten im Nordosten Europas führte.

Zum 60-jährigen Chorjubiläum im Jahr 2016 sollte wieder einmal eine große kulturelle Rundreise auf dem Programm stehen, für die es in der Chorgeschichte einige bedeutende Beispiele gibt. Nachdem in den vergangenen Jahren u.a. mit Frankreich, Spanien, Kroatien und den Niederlanden viele allseits bekannten Ziele erreicht wurden, verschlug es die jungen Sänger diesmal in eine Ecke Europas, die wohl nur wenige Gmünder bisher überhaupt betreten haben. Auf einer knapp 14-tägigen Ausfahrt wurden mit Litauen, Lettland und Estland alle drei Staaten des Baltikums besucht und viele bleibende Eindrücke gesammelt.

Der Beginn der Fahrt führte die St. Michael-Chorknaben, Mitglied in der Vereinigung der Pueri Cantores, zunächst nach Polen. In der alten Hansestadt Danzig wurde das erste Quartier bezogen und die Gmünder konnten mit Krantor, Artushof, Neptunbrunnen und Goldenem Tor sämtliche Sehenswürdigkeiten der historisch bedeutsamen Küstenstadt aufsuchen. Ein besonderes Highlight bot mit Sicherheit die Gestaltung des Gottesdienstes in
der weltberühmten Marienkirche, die als eine der größten Backsteinkirchen  berhaupt schon von weitem die Silhouette der Stadt prägt. Kulinarisch verwöhnen lassen konnte man sich auf dem Dominikanermarkt, der Jahr für Jahr zahlreiche Touristen nach Danzig lockt.

Bald darauf erreichten die Chorknaben dann aber das erste große Ziel ihrer Sommerfahrt: In Litauens Hauptstadt Vilnius konnten die Reisenden eine Vielzahl an Kirchen betrachten, die der Stadt auch den Beinamen „Rom des Ostens“ einbrachten. Neben den gewaltigen sakralen Bauwerken stand für die Gmünder die Obere Burg mit ihrer fabelhaften Aussicht über die ganze Stadt auf dem Programm. Auch in Litauen durften sich die jungen Sänger mit einem Gottesdienst in der prunkvoll-barocken St. Kasimir-Kirche musikalisch  präsentieren und zeigten unter der Leitung von Dirigent Johannes Schmid ihr ganzes Können. Doch der Aufenthalt im größten baltischen Staat führte die Gmünder auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus: In der Wasserburg Trakai konnten sich die Kinder und Jugendlichen in das finstere Mittelalter zurückversetzen lassen und sich in Purnušk?s gar am offiziellen Mittelpunkt Europas rühmen. Schließlich durfte die Reisegruppe im Vichy-Vandens-Aquapark die längste Indoor-Wasserrutsche der Welt und viele weitere Attraktionen auf
eigene Faust erkunden.

Im Anschluss an den Aufenthalt in Litauen zog es den Chor noch weiter in den Norden nach Estland. Auch hier führte es die Gmünder zunächst in die Hauptstadt des Staates: Im malerischen Tallinn am Finnischen Meerbusen konnte neben dem Domberg und der gewaltigen Stadtmauer insbesondere der zunehmende russische Flair bewundert werden. Ein Ständchen auf der bekannten Sängerwiese, Ort der Singenden Revolution am Ende des 20. Jahrhunderts, durfte natürlich nicht fehlen.
Ansonsten stand in Estland aber auch Erholung vom umfassenden Kulturprogramm der vergangenen Zeit auf der Tagesordnung. Im Quartier inmitten eines idyllischen Kiefernwaldes und in unmittelbarer Meeresnähe stärkten verschiedene Mannschaftsspiele, Badeaufenthalte und gemeinsame Grillabende die Gemeinschaft der Chorknaben. Hier konnte auch die unberührte Natur in einem der letzten Urwälder Europas genossen werden.

Zum Abschluss der Sommerfahrt wurde dann noch in Lettlands Hauptstadt Riga
Großstadtluft geschnuppert. Die märchenhaft erscheinenden Jugendstilhäuser und die verwinkelten Gassen der Altstadt hinterließen bei Groß und Klein schöne Erinnerungen. Das allerletzte Highlight der Reise bot auf der Heimfahrt der Zwischenstopp am Berg der Kreuze in Litauen. Diese Pilgerstätte, an der zehntausende Kreuze von Katholiken aus aller Welt zusammengetragen worden sind, hinterließ bei den Mitgliedern des kirchlichen Knabenchores sichtlich Eindruck und war ein prägendes Erlebnis für jedermann.

So blicken die St. Michael-Chorknaben nun auf eine großartige Reise zurück, die den Knabenchor an entlegene, aber überaus sehenswerte Orte in Europa geführt hat. Die rein ehrenamtlich getragene Sommerfahrt bildet seit Jahren einen der absoluten Höhepunkte im Terminkalender der Chorknaben und konnte auch dieses Jahr wieder die Erwartungen voll und ganz erfüllen. Das Baltikum wird als würdiges Ziel einer Jubiläumsreise als solches in die Chorgeschichte Einzug finden.

nächste Termine 

 

Matinee

23.07.17

MICHAELUM

 

Konzert Europäische Kirchenmusiktage

26.07.17

St. Franziskus